Hoher Druck macht
Wasserstoff metallisch

 
 

Forschern des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben Wasserstoff bei 25 Grad Celsius unter Druck gesetzt, solange bis auf ihrer Probe mehr als drei Megabar lasteten – das entspricht dem Dreimillionenfachen des Atmosphärendrucks. Dabei entdeckten sie zunächst einen bislang unbekannten Zustand des Wasserstoffs: Oberhalb von 2,2 Megabar verhielt sich der Wasserstoff wie ein Halbleiter. Bei etwa 2,7 Megabar nahm das Element metallische Eigenschaften an, und damit bei deutlich niedrigerem Druck als theoretisch vorhergesagt. Diese Beobachtungen helfen Physikern, die fundamentalen Eigenschaften der Materie zu ergründen und könnten eine Spur zu Materialien mit neuen Eigenschaften legen.

Möglicherweise ist Wasserstoff dann sogar eine Quantenflüssigkeit       Autoren: MPG/MPI Mainz-RK