Synthetische Drogen sind in großen Mengen verfügbar

Prof. Dr. Wolfgang Hasenpusch

In den letzten Jahren hat sich im sexuellen Kontext ein neues Phänomen bei Männern etabliert: „Chemsex“, bei dem bestimmte Drogen zur Potenz-Steigerung mit zum Teil hohen Risiken konsumiert werden.  Der Begriff „Chemsex“ taucht im englisch-sprachigen Raum seit 2004 und in Deutschland seit 2009 auf. Dabei handelt es sich um die Einnahme bestimmter chemischer, psychoaktiver Drogen zur Intensivierung der eigenen sexuellen Leistung. „Chemsex“ ist nicht mit dem bisherigen Konsum sexuell stimulierender Substanzen vergleichbar,  wie er zum Teil im Partyleben zwischen Menschen aller Geschlechter stattfindet, sondern geschieht zur Anregung des sexuellen Appetits, zum Abbau von Hemmungen sowie zur Steigerung des eigenen Sexualempfindens. Die chemisch induzierte Euphorisierung führt zu intimen Handlungen, die sonst nicht zugelassen worden wären. Eine wachsende Zahl von Nutzern dieser Drogen erleidet schwere körperliche bzw. psychische, teils sogar lebensbedrohende Traumata. Verwender, die neben dem Drogen-Einsatz bei sexualisierten Aktivitäten ihn auch täglichen weiterhin tätigen, rutschen leicht in eine Abhängigkeit ab [1, 2]. Die entsprechenden Drogen sind daher einer näheren Betrachtung wert.

Durch „Chemsex“ zur Abhängigkeit

Struktur und Eigenschaften von MDMA, 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin (Ekstasy).

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